Arbeitsbereich "Planung und Politikberatung"

 

Leitung:Prof. Dr. Claus-C. Wiegandt, Bonn | E-Mail

   
 

Die Sektion Planung und Politikberatung verfolgt generell zwei Aufgabenfelder:

Zum einen will die Sektion aktuelle Fragen einer anwendungsorientierten Landeskunde aufwerfen und diskutieren. Ziel ist es, neue Forschungsprojekte in der Geographie anzuregen, die für die Planung und Politikberatung in Deutschland von Interesse sein können.
     
  Zum anderen will die Sektion Ergebnisse aus den Arbeiten der Akademie für Landeskunde zielorientiert in die Praxis vermitteln. Dazu sollen Veranstaltungen durchgeführt werden, Kontakte in die Politik hergestellt und entsprechende Forschungsergebnisse publiziert werden. Es soll damit auf Ergebnisse aufmerksam gemacht werden, die für politische Entscheidungen auf den verschiedenen räumlichen Maßstabsebenen relevant sind.

In der inhaltlichen Diskussion werden in der Sektion Planung und Politikberatung drei Themenbereiche behandelt. Dabei geht es

zum ersten um eine Überprüfung der Raumkategorien, die bundesweit Grundlage für Raumanalysen sind. Hintergrund dieses Themenbereichs ist die Beobachtung, dass die klassische Polarität von Verdichtungsräumen und ländlichen Räumen in Deutschland für räumliche Analysen heute nicht mehr tragfähig erscheint. Über problem- und zieladäquate Raumabgrenzungen wird deshalb in diesem Themenbereich nachgedacht. In einem ersten Fachgespräch hat hierzu ein Gedankenaustausch mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung stattgefunden.
     
  zum zweiten um eine Überprüfung der räumlichen Neuorganisation von Verwaltungsstrukturen in Deutschland. Hintergrund dieses Themenbereichs sind die aktuellen Debatten über die Abgrenzung der größeren Stadtregionen, die heute vielfach nicht mehr die Anforderungen an eine hohe nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit, die Anforderungen einer räumlichen Planung und die Anforderungen an einen adäquaten finanziellen Lastenausgleich erfüllt.. Dazu wurde 2005 eine Studienreise zum Zweckverband Großraum Braunschweig, zum Verband Region Rhein-Neckar, zum Verband Region Stuttgart und zur Region Hannover durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Reise sind in einem Fachbeitrag im Heft 4 2007 der Berichte zur deutschen Landeskunde dokumentiert.
     
  zum dritten um eine Auseinandersetzung mit der zentralen raumordnungspolitischen Leitvorstellung der gleichwertigen Lebensbedingungen in allen Teilräumen eines Landes. Dazu wurde im Frühjahr 2008 eine Tagung mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung durchgeführt. Hier wurden die neuen Leitvorstellungen der bundesdeutschen Raumordnung mit Leitbildern in der Schweiz, in Österreich, in Schweden, in Schottland und Rumänien verglichen.
   
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